Dass auch die Popstars in anderen Ländern wenig
besser als Bro’Sis und Konsorten sind, beweisen Liberty X
aus England. Aber immerhin, sie sind besser, wie auch die reine
Girlgroup Tears aus der Schweiz. Dabei sind Liberty X gar keine
offizielle TV Band, sie erreichten das Finale nicht, bekamen aber
trotzdem einen Plattenvertrag. Im Gegensatz zu unseren Kollegen
setzt das perfekt arrangierte Quintett, bestehend aus drei jungen
Damen und zwei jungen Herren, in erster Linie auf Urban Style. Das
ist auch bestens gelungen, Liberty X präsentiert sich äußerst
frisch und modern, passend für die nächste Afterwork Party.
Leider hat man aber allem Style auch hier die Musik vergessen, und
so plätschern die Popmelodien lustlos vor sich hin, nur selten
kommt durch UK Club Elemente Schwung in die Songs. Wenn dann auch
noch billig Sprechgesang praktiziert wird, fühlt man sich endgültig
an unhörbare Bro’Sis Songs erinnert. Aber es gibt auch
positive Ausnahmen wie „Got to have your love“. Für
Popfreaks ist dieses Album daher konsumtauglich. Wertung 4/10.