Sein erstes Album Ich will nur wissen... wurde zum
Überraschungserfolg bei seinem zweiten Melomanie
fehlt ihm jetzt aber dieser Neuheits-Bonus. Kein Frage Laith
Al-Deen wird seine Fans auch weiter bewegen, und gleich seine erste
Single Dein Lied schlägt auf der Gefühlsschiene
auch voll ein. Daneben muss man sich aber auch die Frage nach dem
Anspruch dieser Musik stellen und stellt fest, dass Laith Al-Deen
die Bedürfnisse der neuen Generation biederer Bürger befriedigt,
die Zeit nach dem Schlager. Denn rein musikalisch ist Melomanie
ein Grauen, die Produktion von Stevie B-Zet, A.C. Boutsen und Ralf
Hildenbeutel klingt altbacken und einfallslos. Das Argument, die
Texte sollen im Vordergrund stehen, zieht auch nicht, denn auch
die klingen wie von der Stange, wie ein Remix der Schlager- und
Schmuse-Pop Hits der letzten Jahrzehnte. Nun wird hier wohl auch
kein anderes Ziel Antrieb sein, denn der Erfolg ist da, denn es
gibt genug Käufer, denen Xavier Naidoo zu kompliziert und Pur
zu uncool sind. Vielleicht sollte man sich auch einfach mal mit
einfacher Musik berieseln lassen, nur sollte sich Laith vor diesem
Hintergrund nicht ganz so ernst nehmen und so erst zur Lachnummer
werden, aber mit dieser Eigenschaft steht er ja nicht alleine da.
Wertung 3/10.