Was kann man von Korns fünften Album noch erwarten? Der Erfolg
wird so oder so stimmen, die breite Masse wird für ausverkaufte
Konzertarenen und millionenfaches MP3 Trading sorgen und die alten
Fans werden wieder fluchen, wie sie es schon seit dem dritten Album
Follow The Leader tun. Sollte es da ganz egal sein was
man auf Untouchables zu hören bekommt? Wohl nicht,
klar ist aber, dass Korn ihrem Sound und Stil treu bleiben und wie
jedes Mal nur kleine Veränderungen vornehmen. Diesmal legten
die Herren aus Bakersfield besonderen Wert auf die Atmosphäre
und schufen mit Produzent Michael Beinhorn einen bombastischen Sound.
Das kann man natürlich positiv gesehen weil gelungen
aber auch negativ. Denn die Hits und herausragenden Momenten
unter den 14 Tracks finden sich nicht mehr durch das früher
geniale Songwriting von Korn sondern durch die ausnahmslos dominierende
und effektvolle Produktion. Unterm Strich bleiben äußerst
dunkle und druckvolle Songs, die zwar keine neuen Maßstäbe
setzen und vielleicht etwas glattgebügelter sind, aber die
Essenz von Korn in sich tragen. Vor allem wird sich hier niemand
über mangelnde Vielfalt und Abwechslung beklagen können.
Auch Untouchables ändert nichts an der Ausnahmestellung
von Korn, und dafür muss man ihnen Respekt zollen, unabhängig
ob man sie (noch) mag oder nicht, denn nur wenige Bands schaffen
das über fünf Alben. Wertung 8/10.