Das 1998er Debüt The World Of Tomorrow der englischen
Soundtüftler Komputer war nicht schlecht, aber zu sehr kopiert,
bei Kraftwerk. Beim Nachfolger Market Led hört
man diesen Einfluss von Simon Leonhard und David Baker zwar immer
noch heraus, jedoch agieren die beiden jetzt eigenständiger.
Die acht neuen, endlosen Tracks zeichnen sich vor allem durch ihre
Zurückhaltung aus, Sounds und Synthie Klänge werden nur
spärlich eingesetzt, gleiches gilt für die Drums. Herkömmliche
Songstrukturen fehlen so fast gänzlich, Market Led
verdient das Prädikat experimentell. Entführt wird man
in verworrene Netze von Klangwelten, die mal absurd, mal täuschend
echt sind. Auf Dauer fehlt hier jedoch der faszinierende Funke,
womit Market Led zu einer ermüdenden Angelegenheit
wird. Die Idee überzeugt, der Weg jedoch nicht. Wertung 6/10.