Jazzanova die sechs Berliner sind dem Trend mal wieder
einen Schritt voraus. Jetzt wo jede Woche eine neue NuJazz Compilation
das Licht der Welt erblickt, wo alle kräftig einen Schuss Brazil
und Asia in ihren Sound mischen, gehen die drei DJ`s und drei Produzenten
zurück zu den Substanzen der Musik. Damit haben sie etwas geschaffen,
was man durchaus als Referenz Werk bezeichnen kann. In Between
verweigert sich aber keineswegs dem NuJazz Sound, nur zeigt es noch
viele weitere Facetten auf. Ihren Beitrag dazu leisteten ohne Zweifel
auch die Gäste. Ob nun Künstler aus dem näheren Umfeld,
wie Clara Hill vom Sonar Kollektiv No Use, das hiphop-lastige
The One-Tet mit Capital A, oder Ursula Rucker auf Keep
Falling. Für weitere Highlights sorgen Hajime Yoshizawa
(DJ Krush) am Piano bei Hanazono, die Londoner Valerie
Etienne und Rob Gallagher Mwela, Mwela (Here I Am) und
Doug Hammond Dance The Dance. Im übrigen gibt es
hier sowieso nur Highlights. Beachtlich, dass es sich hier ja um
das Debüt Full Length Album von Jazzanova handelt, das in Zusammenarbeit
mit Compost Records herausgebracht wurde, aber Erfahrung haben die
Berliner bisher schon genug gesammelt, was sie hier beweisen. Wertung
9/10.