Jay-Z - The Blueprint
2
Roc-A-Fella / Urban VÖ: 18.11.2002
Mit „The Blueprint“ setzte sich Jay-Z
2001 allen Unkenrufen zum Trotz noch mal ganz nach oben, und auch
sein folgendes MTV Unplugged Album setzte Maßstäbe. Und
so wurde „The Blueprint 2“ zum meist erwarteten Album
2002, erst Recht als bekannt wurde, dass es ganze 25 Songs (Doppel-CD)
werden und u.a. Beyonce’ Knowles (Destinys Child) und Lenny
Kravitz vertreten sind. Gleichzeitig ist mit diesen Namen aber auch
klar, dass man kein reines HipHop Album von Jay-Z erwarten konnte,
„The Blueprint 2“ prahlt vor allem mit seiner riesigen,
bunt gemischten Gästeliste. Dr. Dre, Rakim, Truth Hurts, Faith
Evans, Sean Paul, Twista, M.O.P., Beanie Sigel, Scarface und Memphis
Bleek, um einige zu nennen. So ist sein neues Werk eine eher zwiespältige
Angelegenheit geworden, alte Jay-Z Fans und Rap Puristen werden
sich wohl abwenden. Aber auch davon abgesehen kann das Album die
Klasse eines Jay-Zs nicht wirklich zeigen. Und auch nicht alle Produktionen
und Beats können richtig überzeugen, da begeistern schon
eher die poppigen und souligen Songs wie „’03 Bonnie
& Clyde“, die Kollabo mit Beyonce. Insgesamt überzeugt
auch die CD 2 „The Curse“ mehr als „The Gift“.
Aber um nicht falsch zu verstanden zu werden, „The Blueprint
2“ ist keinesfalls schlecht, nur kann man von jemandem wie
Jay-Z mehr erwarten, und auch in der Anzahl der Songs ist weniger
manchmal mehr. Wertung 7/10.