Um es gleich zu sagen, wer bei International Pony eine neue Fischmob
Ära erwartet, wird enttäuscht. DJ Koze, Cosmic DJ und
Erobique haben es sich zum Ziel gemacht, den Soul wiederzufinden
und mit einem ordentlichen Schuss Funkyness zu mixen. Das ist nicht
sonderlich konkret und so wird man musikalisch auf We Love
Music auch keine eindeutige Linie finden, der Titel ist das
Konzept. Eins findet man aber auf jeden Fall wieder, die eindeutige
Handschrift der Drei. Diese kommt aber nicht so wie in der Vergangenheit
zu Geltung, der Druck fehlt, die Tunes plätschern vor sich
hin. Meist hat man den Eindruck der Funk wurde im Keim erstickt.
Damit wäre nicht gesagt, dass das Ergebnis qualitativ schlecht
wäre, aber We Love Music ist über weite Strecken
recht relaxt, fast schon einschläfernd. Zum Glück verhelfen
in diesen Momenten die Features zur richtigen Würze. Stepchild
aus dem Tribe Called Quest Umfeld rüttelt mit Hangin'
around '02 wach, und Austin Cole singt nicht nur auf dem Remix
von Deejay Punkrocs Blow My Mind sondern auch auf Why
Why Why, dem letzten der 16 Tracks. Don Dougie sorgt dann
bei Meet some friends noch für eine Portion Jazz.
Insgesamt ist We Love Music so ein wirklich schönes
Album geworden, spannend oder unterhaltsam wären allerdings
die falschen Wörter. Wertung 7/10.