Hoobastank Hoobastank
Island / Mercury VÖ: 25.03.2002
Erstmals machte das 1998 gegründete Quartett aus Kalifornien
im Vorprogramm von Incubus hier auf sich aufmerksam. Das ebenfalls
1998 selbstveröffentlichte Debüt-Album verkaufte sich
relativ gut. Jetzt steht aber die weltweite Eroberung auf dem Programm,
weshalb auch Jim Wirt (Incubus) zum Produzieren und Jay Baumgardner
(Papa Roach, Alien Ant Farm) zum Mixen geholt wurden. Herausgekommen
ist ein Album, das man durchaus in die New Metal Schiene drücken
kann, auch wenn klassischer Rock mit viel Rhythmus und Melodien
die Basis bildet, soweit die Gemeinsamkeit mit Incubus. Im übrigen
wird auch mal gerne kräftig nach vorne gerockt, allerdings
ohne die Kontrolle zu verlieren und den Mitsingfaktor zu vergessen.
Was Hoobastank fehlt ist die richtige Prise Eigenständigkeit
und der Wiedererkennungswert plätschert irgendwo im Hintergrund.
Die 12 Songs beweisen, dass es nicht reicht für ein Album nur
schöne Songs zu schreiben, die aus bekannten Elementen zusammengemixt
sind. Dem Erfolg der Band wird dies erstmal nicht im Wege stehen,
und ein paar Mal ließ ich die Scheibe wirklich gerne bei mir
rotieren, aber geblieben ist nichts. Insgesamt sind Hoobastank zu
gefällig und brav. Wertung 6/10.