Gravediggaz - Nightmare In A-Minor
BMG VÖ: 29.07.2002
Die letzten Jahre waren für die Gravediggaz alles andere als
einfach. Trotzdem erscheint jetzt (noch) dieses Album, bei dem die
Welt noch einigermaßen in Ordnung war. Denn jetzt sind die
Gravediggaz nur noch zu zweit, Poetic verstarb nach den Aufnahmen
an Darmkrebs, was natürlich einen Schatten über das Album
wirft. Prince Paul von Stetasonic verließ die Crew schon vor
längerer Zeit, und ist nur noch als Gast vertreten, Rza wirkte
an dem neuen Album überhaupt nicht mit. Dennoch bietet "Nightmare
In A-Minor" mehr als man erwartet hätte. Vom Grundsatz
her bleibt der Style gleich, nur in den Details vermisst man die
alte Genialität. Zumindest wurde versucht, die düstere
Atmosphäre beizubehalten und nicht durch einen modernen Sound
zu ersetzen. Und auch die Lyrics von Frukwan und Poetic reichen
meist an das alte Niveau, wenn auch nicht immer. Dafür sorgen
die Features von der Killarmy und Prodigal Sunn (Sunz Of Man) für
Bereicherung und Tiefe. Ohne Frage ist das Album perfekt ausgereift
und überzeugend, Fans müssen hier zugreifen. "Six
Feet Deep", "The Pick, the Sickle and the Shovel"
und "Scenes From The Graveyard" bleiben aber unerreicht,
nur wenige der neuen Songs können wirklich mithalten. Dennoch
ist das, wie schon erwähnt, über den Erwartungen. "Nightmare
In A.Minor" ist ein Stück Endzeitstimmung, in jeder Hinsicht.
Die Solo-Karriere von Frukwan ist bereits in Arbeit. Wertung 8/10.