Neues Label, neue Zeit. Auf ihrem vierten Album sind Gluecifer
nicht mehr ganz die Alten, was aber nicht heißt, dass sie
in der Rock'n'Roll Rangliste abgefallen sind. Die Fünf aus
Oslo haben ihre Musik angepasst, der Sound klingt weicher
und poppiger, ohne dass er allerdings seine Kraft verloren hat.
Bei den meisten Songs, wie Losing End, stehen jetzt
Melodien und Gesang von Biff Malibu stärker im Vordergrund.
Hart und deftig gerockt wird zwar auch immer wieder, aber nur selten
ohne die Zügel loszulassen. Brutus ist da eine
solche Ausnahme. Abschrecken lassen sollte sich davon aber niemand,
Gluecifer klingen immer noch nach Gluecifer, wenn auch ein bisschen
stadion-tauglicher. Damit ergibt sich aber auch, dass das Album
zwei Seiten hat, die alte und die neue. Folge: In seiner Gesamtheit
klingt es etwas uneinheitlich. Wer aber nicht Gluecifer vorbelastet
ist findet ein Album mit vielen guten und einigen durchschnittlichen
Songs. Basement Apes ist Geschmackssache. Wertung 7/10.