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GBZ - Connectz
GBZ IMP VÖ: 02.09.2002

„GBZ – Connectz“, der erste und wahrscheinlich nicht letzte Sampler des neuen Labels der Spezializtz - GBZ Imp. Man könnte denken, dieser Sampler würde sich nur weiter in der Flut, der immer öfter erscheinenden Produzenten-, DJ- als auch Lokalrap-Sampler einfügen. Doch nichts des genannten trifft auf diesen Sampler wirklich zu, die Beats sind allesamt von verschiedenen Leuten produziert (DJ Rocky, DJ Lea, DJ Pete u.a.) und die Feature-Liste liest sich auch etwas anders als man auf Anhieb denken würde. Denn neben doch recht bekannten Leuten wie Curse, Samy Deluxe, Ferris MC, Xavier Naidoo, Azad oder D-Flame finden sich hier auch weniger bekannte Leute wie z.B. Autodidakt, Asek, Ben Salomo oder Bektas. Das was jedoch auf den ersten Blick ebenfalls verwunderlich erscheint sind die Features der verschiedenen Leute untereinander, wie z.B. "Was geht bei dir" von Afrob und Azad oder "Austausch" von Jonesmann und Bektas. Tracks von MC's, von denen man nie gedacht hätte, dass da ein Track entstehen würde. Zum Album selbst ist jedoch zu sagen, dass trotz dieser zuerst positiven Auffälligkeiten einige Sachen ganz und gar nicht mit anderen mithalten können und diese aus gutem Grund noch im sogenannten "Underground" sind. Hierzu gehören meiner Meinung nach der raptechnisch noch recht untalentierte Voll K, der textmäßig ungefähr noch auf der Stufe von 1996 liegt und stilmäßig auch nicht wirklich mithalten kann, der MC Autodidakt welcher sich zwar Mühe gibt und auch rangmäßig durchaus einiges drauf hat, jedoch auf Dauer zu monoton rüberkommt und sich doch zu sehr zu bemühen scheint etwas zu bieten. SRK, eine Crew die aus drei Leuten besteht, von denen zwei so schnell rappen wie Brisko Schneider spricht, gehört ebenfalls zu den eher enttäuschenderen Sachen (der dritte MC hier im Bunde hat meiner Meinung nach jedoch recht viel Talent, welches durch die beiden anderen leider in der Versenkung verschwindet). Positiv aufgefallen sind mir besonders "Austausch" von Bektas und Jonesman, welcher mit einem sehr dunklen, melodiösem Beat sehr an Mobb Deep erinnert. Aber auch "Bestand des Geschäfts" von Illo77 und Ben Salomo,"Was geht bei" von Azad und Afrob (!!!) und „H.A. doppel R.I.S.“ von Harris und Bintia gehen sehr gut klar, sowie die Tracks von Asek, von dem man in Zukunft hoffentlich mehr hören kann. Der Rest der Tracks ist durchaus abwechslungsreich und hörenswert, doch spätestens nach zehn-maligem Hören kommt das Gefühl, doch nichts wirklich neues in den Händen zu halten und der Verdacht auf, dass alles doch schon einmal gehört zu haben. GBZ bricht keine wirklichen Grenzen mit dem Sampler, liefert im Ganzen aber doch einen soliden Sampler, der mit abwechslungsreichen Gästen als auch Beats daherkommt. Wertung 6/10.

Autor:
Clemens Stutterheim

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