Flunk For Sleepyheads Only
Beatservice Records / Indigo VÖ: 29.04.2002
Das Cover von For Sleepyheads Only erzählt eigentlich
schon die ganze Geschichte des Albums, die Rückseite schon
einen einen ganzen Lebensabschnitt. Das wirkt die Musik fast wie
eine ergänzende Bildbeschreibung; Minimalismus pur. Dabei entstand
Flunk nur nebenbei und der norwegische Produzent Ulf, sowie Gitarrist
Jo Bakke packten sich Sängerin Anji, Ivar Wither für ein
paar Flötentöne und Ulf`s Freundin Tine für die Vocals
auf einem Track. Klingt nicht sonderlich überzeugend, ist es
aber, wenn auch musikalisch keine Genialität sondern poppige
Naivität unter Beweis gestellt wird, was aber gewollt ist.
Und so hört man sich hier durch 12 wundervolle Songs zwischen
Indie-Pop und Elektronik. Die Songs leben von Gefühlen und
Melodiebögen, sie leben davon und dadurch, dass sie ihre jeweils
eigene Welt erschaffen. Selbst vor Blue Monday machen
Flunk keinen halt und machen daraus einen Song, der nicht mehr viel
mit New Orders Original zu tun hat. Schade nur, dass das Album mit
zunehmender Spieldauer nachlässt, For Sleepyheads Only
sollte man nicht in einem Rutsch durchhören, aber wie eine
Erinnerung aufbewahren. Wertung 8/10.