Beständig war der Weg von Filter nie, ständig wankte
man zwischen Electronic und Metal. Auf Amalgamut haben
sie wohl den Mittelweg gefunden, auch wenn die Unterschiede zum
Vorgänger Title Of Record nur in Nuancen bestehen.
Die Bandbreite stimmt auf jeden Fall wieder, angefangen vom hammerharten
Opener Bolzen You Walk Away, bis zu dem melodischen
und mit Akustik-Gitarre untermalten Where Do We Go From Here.
Diese Abwechslung zieht sich durch das ganze Album, 12 Songs. Filter
haben perfekt umgesetzt, was sie wollten. Zu perfekt wird da manch
einer sagen, denn der geschliffene electronische Sound läßt
keinen Spielraum für spielerische Entfaltungen und Dynamik.
Und so kommt Richard Patrick wieder große Bedeutung zu, der
einen großen Teil der Identität von Filter ausmacht und
diese Aufgabe auch gut erfüllt, weder ohne inhaltsleer zu erscheinen
noch ohne zu viel Glanz um seine Person zu machen. The Amalgamut
ist sicherlich kein neues Filter Manifest, sicherlich auch nicht
wirklich was neues, aber es ist ein weiteres interessantes Album
von einer interessanten Band. Wertung 7/10.