Fieldy`s Dreams Rock`n`Roll Gangsta
Epic / Sony Music VÖ: 18.01.2002
Korn`s Bassist meint zu seinem Solo-Debüt, dass es nicht schaden
könne mal selbst zu versuchen HipHop zu machen. Es sollte eine
Party-Platte werden, beeinflusst von seinen Vorbildern Snoop Dogg
und Cypress Hill. Soweit so gut, allerdings ist es wirklich bei
einem Versuch geblieben. Und so irrt Fieldy bei seiner Aussage:
Ich wusste, wenn ich damit anfange und es nicht augenblicklich gut
ist, würde ich es umgehend wieder aufgeben. Und das hat er
leider nicht getan. So bekommt man hier auf recht verfahrene 17
Tracks vorgesetzt, die einem gründlich den Kopf verwirren.
Qualitäten findet man keine, statt dessen sorgt Fieldy`s Rapstyle
für unfreiwillige Komik. Gleiches gilt für die fiepsigen
Beats, die größtenteils komplett von Fieldy produziert
sind. Der Anspruch Obergangsta zu sein geht alles andere als auf.
So klingt das gesamte Album nach einem profillosen Mischmasch, einer
stylemäßig lo-fi Kopie von Snoop Dogg. Waschechte Korn
Fans werden auch wenig Gefallen an dem Feature Track mit Jonathan
Davis haben. Und auch die anderen Gäste können wenig retten,
Sugar-Coated mit Tre von The Pharcyde erreicht gerade
noch das untere Mittelfeld, ansonsten wirken Helluva, Sondoobie,
RBX und Polarbear mit. Fieldy`s Dreams wären besser seine Träume
geblieben, für manchen Hörer dürfte ein Alptraum
entstehen. Wertung 3/10.