Feeder – Comfort
In Sound
Roadrunner / Universal VÖ: 21.10.2002
Ihr drittes Album „Echo Park“ brachte
Feeder nach oben, auf einmal sprachen alle von der britischen Band.
Danach ist nicht viel Zeit vergangen, und doch ist einiges passiert.
Vor allem beeinflusste auch der Selbstmord von Drummer Jon Lee Anfang
2002 die Arbeiten an dem neuen Album. Dennoch sind die großartigen
Feeder Melodien nicht gewichen, auch wenn jetzt mehr Wert auf die
emotionale Seite gelegt wird, sowohl um Liebe als auch um Tragödien
drehen sich die 11 neuen Songs. Und so verspricht „Comfort
In Sound“ vor allem eine vielseitige Platte zu sein, die erste,
rockige Single „Come Back Around“ steht nicht stellvertretend
für alle Stücke. Ab dem vierten Song stimmen Feeder ruhigere
und nachdenklichere Töne an, die Gitarren rücken in den
Hintergrund, der Gesang von Grant Nicholas wirkt oftmals melancholisch.
Zwischendurch wird allerdings immer wieder aufgedreht, wie im Refrain
vom Titelstück „Comfort In Sound“. Trotzdem dominieren
die Feinheiten auf dem Album, und auch vor dem Aufbau von orchestralen
Sounds machen Feeder, die mittlerweile neben Sänger und Gitarrist
Grant nur noch aus Bassist Taka Hirose bestehen (Drummer Mark Richardson
ist nur vorübergehend eingesprungen), keinen Halt. Das Ergebnis
wirkt erstaunlich für eine solch kleine Besetzung. Und so muss
man sich in Zukunft auf ein neues Feeder einstellen, das zwar nicht
an musikalischer Qualität verloren hat, sich aber von den britischen
Kollegen und deren Indie-Rock Sound nicht mehr so stark abhebt.
Wertung 8/10.