Warum hat es Fat Joe so eilig „Loyality“
zu predigen? Weniger als ein Jahr nach seinem Erfolgsalbum „.J.O.S.E.“
steht bereits der Nachfolger in den Läden, wo es zuvor doch
lange Zeit recht ruhig um den Latino-Rapper war. Schnell ein paar
neue Leute ins Boot geholt, Scarface, Tony Sunshine, Remy, Ronda
Blackwell, Prospect und Ginuwine, und sich ein paar Tracks produzieren
lassen, von Buckwild, Alchemist, Ron Browz und Teflon, fertig ist
das neue Album. Leider klingt das nicht nur auf dem Papier nach
einer Fast-Food Sache. Der Schnellschuss „Loyality“
wirkt irgendwie konzeptlos, den Aufhänger Loyality vermisst
man meist, dafür predigt Fat Joe mal von dem einen oder anderen,
dazwischen wird mit Remy und der Terror Squad gepoppt. Produktionstechnisch
überzeugt das Ganze jedoch, ohne zu glänzen, druckvoller
Bombast und poppiger R’n’B, die Mischung stimmt meist.
Darunter sind dann auch einige Songs die chartsreif sind, wie das
unter die Haut gehende „Born In The Ghetto“ featuring
Lamajic. Insgesamt besteht „Loyality“ aus vielen netten
Einzelteilen, die leider keine Zeit hatten zusammenzureifen. Wertung
6/10.