Fat Joe Jealous Ones Still Envy
Atlantic / Eastwest VÖ: 03.06.2002
Fat Joe? Gibt's den noch? Lange hat man nichts mehr von ihm und
Terror Squad gehört, dem Aushängeschild der Bronx in Sache
Hispano-HipHop. Nach dem Tod von Big Pun schienen sich die Wege
im Sand zu verlaufen. Nun ist er aber wieder eindrucksvoll zurück
und auch weltweit in den Charts. Wie schon der Titel nahelegt, ist
das neue Werk ein direkter Nachfolger des dritten Albums Jealous
One's Envy. Maßstäbe setzt das Album nicht nur
durch die Produzenten Rockwilder, Irv Gotti, Alchemist oder Psycho
Les, sondern auch durch die unendliche Gästeliste: Buju Banton,
Remy, R.Kelly, MOP, Petey Pablo, Ja-Rule, Ashanti, Prospect, Ludacris,
Xzibit, Busta Rhymes, Noreaga, um fast alles zu nennen. Ein Problem
bringt das jedoch mit sich, das Album büßt ein gutes
Stück Identität ein. Fat Joe kann zwar Akzente setzen,
aber nicht genug für ein Solo-Album. Die 18 Tracks zeigen zwar
seinen Hardcore-Style und seine Message, allerdings hat man diese
früher schon klarer und eindeutiger gesehen. Erfreulich dagegen
ist, dass trotz der Features, Hits und Club-Tauglichkeit die Kommerzialität
nicht dominiert, zumindest im Vergleich mit den Alben seiner Rap-Kollegen.
Dank der überragenden Produktion ist Jealous Ones Still
Envy im Endeffekt nicht nur für Fat Joe Fans Pflicht.
Ein Album das einem gewaltigen Feuerwerk gleicht. Wertung 8/10.