E-Tribe Woo Woo
Stone Records / Flavamatic / Zomba
VÖ: 10.06.2002
Das kleine Label Flavamatic, wenn auch hier nur beteiligt, hat
mit E-Tribe wieder eine außergewöhnliche Crew am Start.
Producer zZigg zZagg aka Dub Z wird hier vom Frankfurter DA Germanator,
Sohn eines Army Soldaten, unterstützt. Für den Soul sorgt
Mine'eee aus Istanbul, Ehefrau von Dub Z. Auch musikalisch geht
es auf der in den Staaten produzierten 5-Track Single, Vorbote zum
Album Ghettolicious, ungewohnt zu, das mixen sich Oldschool
mit Jiggy Styles, dazu gibt es eine Portion Crossover. E-Tribe wollen
hoch hinaus und ihre christlichen Messages verbreiten, nicht nur
in den USA , sondern auch in Deutschland, Brasilien, Russland und
England. Da liegt wohl eine klaffende Spalte zwischen Anspruch und
Wirklichkeit vor. Woo Woo überzeugt überhaupt
nicht. Zwar muss man dem Trio lassen, auf interessante und gewagte
Styles zu setzen, durch die fiepsige Produktion und den nervigen
Hook wendet man sich aber schnell ab. Ganz zu schweigen von den
Raps, die mehr als holprig wirken. Wenn man dann auf dem zweiten
der drei Woo Woo Mixen dann auch noch eine Snoop Dogg
Stimme zu hören bekommt, kann man nur noch lachen. Auch wenn
die drei Mixe unterschiedlich aufgebaut sind, nehmen sie sich insgesamt
nicht viel. Einzig Mine'eee kann mit ihren Parts überzeugen.
Ich muss zugeben, die Ansätze von E-Tribe finde ich wirklich
gut, mit ihrem Gepose erreichen sie aber das Gegenteil. E-Tribe
haben sicherlich viel gewagt, aber auch zuviel und zu schlecht kopiert,
und damit alles verloren. Wertung 3/10.