Er kam, sah und siegte. So ähnlich sah es wohl
beim Jungen mit der Gitarre aus. Mit „Meer Sehn“ war
er auf einmal in aller Munde, obwohl kaum jemand wirklich etwas
über ihn weiß. Jetzt lebt er in Hamburg, hat ein Album
gemacht, spielte dies bis auf’s Schlagzeug komplett selber
ein, und ließ sich von Chris von Rautenkranz (Tocotronic,
Die Sterne) produzieren. Tobias, wie der Gitarrenjunge heißt,
steht auf einmal da und spielt seine Songs, wie sie aus einer Straßenecke
erschallen könnten. 14 kleine Songs hat er geschrieben, über
das Leben, mal tiefgehend, kritisch, mal ganz entspannt, ironisch.
„Oh Jamaica“ hat er mit DJ Rabauke (Eins Zwo) gemacht,
„Ficken Für’s Volk“ ganz alleine. Dann wird
es auch mal traurig, „Du weinst“, und DJMDG protestiert
„Hallo Worum Gehts Ich Bin Dagegen“. Aber auch mit den
elementaren Dingen des Lebens beschäftigt er sich, Liebe und
Jesus. Schließlich heißt es „Es ist vorbei“.
Und was bleibt zurück? Ohne Wertung.