Um es gleich vorweg zu sagen, das letzte Album „Basstard“
von D-Flame war überhaupt nicht mein Ding. Aber, gerade deshalb
bin ich auch umso überraschter von „Daniel X –
Eine schwarze deutsche Geschichte“ – positiv überrascht.
Und das hat gleich mehrere Gründe, von A bis Z. Angefangen
beim Rap: D-Flames Style ist nicht mehr so aggressiv wie früher,
sondern kommt wesentlich entspannter und smoother herüber,
und gefällt mir damit jetzt tatsächlich. Zweitens die
Beats, auch diese sind nicht mehr so hektisch wie auf den älteren
D-Flame Tracks, und erzeugen zusammen mit den hervorragenden Samples
eine atmosphärisch äußerst dichte Grundstimmung.
Drittens der Inhalt, Tracks wie „Heisser“ werden uns
erspart, schon der Albumtitel „Daniel X – Eine schwarze
deutsche Geschichte“ (mit der Anspielung auf Malcom X) macht
klar, dass es hier um mehr geht. Dem folgt ein ganzes Konzept, das
sich durch die 18 Tracks zieht. Von „Verlorene Kinder“,
„Heimatlos“, „Spiel des Lebens“ über
„Bleib stark“ bis hin zu „Kein Hass“, D-Flame
hat hier mehr Interessantes zu erzählen als andere Rapper in
drei Alben, und das hätte ich ihm bislang wirklich nicht zugetraut.
D-Flame hat seinen Weg gefunden, hoffentlich geht er ihn auch Zukunft
weiter. Wertung 8/10.