David Gray –
A New Day At Midnight
Eastwest VÖ: 14.11.2002
Mit seinem vierten Album „White Ladder“
sorgte David Gray für einen Meilenstein, sein fünftes
vergisst man besser wieder schnell. Die Erwartungen waren verdammt
hoch, und auf den ersten Blick macht er auch gar nichts falsch,
bleibt seinem Konzept streng treu. Nur machen bei David Gray eben
die Nuancen den Unterschied zwischen Genialität und Mittelmaß
aus, und eben diese Nuancen verpasst der Engländer auf dem
12-Song Nachfolgewerk „A New Day At Midnight“ völlig.
Das Grundgerüst, die Struktur, ist geblieben, nur wollen die
dahinein eingewebten Feinheiten und Melodien nicht mehr wirklich
zünden, kurzum die Komposition hinkt. Und was hier dann doch
teilweise begeistert kennt man bereits von seinen alten Alben. Schlecht
ist Grays fünftes Album sicherlich nicht, nur ist es ziemlich
langatmig und wenig fesselnd, was im Vergleich zu „White Ladder“
einen tiefen Fall bedeutet. Wertung 5/10.