Direkt mit ihrem ersten Album „Sing de la
sing“ schafften es die Cultured Pearls 1995 zu einer Top-40
Single. Auch die beiden folgenden Alben „Spaceage Honeymoon“
und „Liquefied Days“ schafften es in die Charts. Das
ist durchaus ungewöhnlich für eine deutsche Band, die
Soul, Funk und Pop fabriziert. Die Cultured Pearls gehören
damit nicht ohne Grund zur Speerspitze in Deutschland, zum einen
weil sie ihr Handwerk technisch perfekt beherrschen, zum anderen
weil es kaum vergleichbare kommerzielle Bands gibt. Im Übrigen
bietet das neue Album von Astrid North (Vocals), B.La (Drums, Keyboards)
und Tex Super (Bass, Guitar, Trumpet) aber wenig Erwähnenswertes,
es verschwindet sozusagen in der Belanglosigkeit. Dabei reicht es
auch nur noch zu einem Hit, „Today“, der aber nicht
eigenständig komponiert ist. Den meisten Songs fehlt es, trotz
zahlreicher graziler Arrangements, an Groove und Frische. Die zahlreichen
Gastmusiker, es gibt Einlagen vom Cello bis hin zu Turntables, würzen
den Sound zwar eindrucksvoll, zu schwach sind aber die Songstrukturen,
um auch insgesamt eindrucksvoll zu klingen. So ist „Life On
A Tuesday“ ein bemühtes Album, das aber sehr blass geblieben
ist. Wertung 5/10.