Da sind sie jetzt wieder und stehen nach ihrem weltweit
erfolgreichen Spätzünder „The gift of the game“
mächtig unter Druck. Damals hatten sie noch den Bonus neu und
innovativ zu sein, die New Metal Welle war gerade am Entstehen.
Heute ist sie übergeschwappt, und Crazy Town müssen beweisen,
dass sie sich retten können. Nur dafür fehlt ihnen das
Rezept, das neue Album „Dark Horse“ glänzt durch
seine Ideenlosigkeit und Schmalspur-Lyrics. Der Versuch sich über
poppigere Tunes ein neues Standbein zu sichern misslingt ebenfalls,
Pop haben wir schon besser gehört. Die harten Crossover Nummern
dazwischen klingen dabei eher berechnet. Und so müssen sich
Crazy Town jetzt selbst bei Linkin Park hinten anstellen. Crazy
Town haben sich im letzten Jahr zu sehr durch die Promotion-Maschinerie
schleifen lassen und dabei die Zeichen der Zeit vergessen. So bleiben
von den glorreichen Zeiten nur einige versuchte Hits übrig,
die zumindest noch für kurze Zeit die Dancefloors füllen
werden. Schade. Wertung 4/10.