Die erfolgreichen Zeiten von Coolio liegen längst
zurück. Nach „Gangsta’s Paradise“ folgte
ein Grammy, dann der tiefe Fall. Seit dem hat man von Coolio nichts
mehr gehört, höchstens gesehen, in einige Serien und Filmen.
Um so mehr wundert jetzt das neue Album von Coolio, das mit einem
sehr merkwürdigen Artwork aufwartet. Da wundert man sich nur
noch kaum, wenn man den Namen DJ Tomekk in der Reihe der Produzenten
der Songs liest, u.a. lieferte auch noch Polar Bear eine Produktion
ab. Ansonsten hat man den Eindruck, die Zeit wäre stehen geblieben.
Die Beats klingen überwiegend wie aus Urzeiten, was hier nicht
positiv gemeint ist. Schon lange musste man keine so flache Produktion
mehr aus den Staaten hören. Auch Tomekk macht dabei auf „I
Like Girls“ keine Ausnahme. Merkwürdig wirkt auch die
Mischung aus den Tracks mit fiepsigen Newschool Beats, wie der von
Tomekk, und zahlreichen Oldschool Tunes wie „Ghetto Square
Dance“, wo ist da das Konzept? Die smooth, souligen Nummern
wie „Sunshine“ hinterlassen dabei auch keinen besseren
Eindruck. Dafür schadet es dann auch nicht mehr, wenn eine
misslungene Country Nummer „The Hustler“ zwischengeschoben
wird. Wundern tut man sich höchstens noch mal gegen Ende, dass
sich ein B Real auf „Skirrrt“ blicken lässt. Achso,
Smash Mouth schauen auch noch vorbei, was dann eines der wenigen
Highlights ist. Das 17-Track Album „El Cool Magnifico“
ist nur für Hardcore Coolio Fans und RTL II Newbies genießbar.
Wertung 4/10.