Schon das Chewy Debütalbum Whattookyousolong fand
ich grandios, jetzt konnten sich die vier Schweizer aus Lausanne
nochmals steigern. Viele große Touren haben Chewy mittlerweile
hinter sich gebracht, ein Japan Release, und das neue Album wurde
in New York von John Agnello produziert. Angesichts dieser Tatsachen
ist es erstaunlich, dass der Bekanntheitsgrad des Quartetts immer
noch relativ gering ist. Das soll aber nicht stören, freuen
wir uns lieber über dieses überzeugende 11 Track Album.
Chewy präsentieren sich hier noch bissiger, detailverliebter
und teilweise auch rockiger. Ob die fantastische Riff Arbeit auf
dem Opener Black Belt, die Surf-Rock Instrumental Hymne
Call of the wild oder das zuckersüße Virgin
Forest, hier stimmt jede Passage. Somanydynamos
ist perfekt arrangiert und inszeniert, fesselnd und rührend,
nachdenklich und unterhaltend. Auch wenn die großen Momente
und Highlights fehlen mögen, wird das durch die Geschlossenheit
und Ausgeglichenheit der Songs kompensiert, Schwächen findet
man nicht. An Chewy kommt man in der Indie-Pop Szene nicht mehr
vorbei. Wertung 8/10.