Cave In – Tides
Of Tomorrow
Hydra Head Records / Indigo VÖ: 07.10.2002
Während Cave In hierzulande immer noch Underdogs
sind, kann man die Band aus Boston in ihrer Heimat schon als feste
Größe sehen. Nach dem Album „Jupiter“ im
Jahre 2001, das bei uns fast nur in Underground Kreisen verkehrte,
soll die EP „Tides Of Tomorrow“ die Wartezeit auf das
neue Album verkürzen, das wegen Terminproblemen verschoben
wurde. Mit den sechs neuen Songs könnte Cave In der Durchbruch
auch hier gelingen, nicht weil sie ihren Stil verändert hätten,
sondern eher weil der Emo Sound um Jimmy Eat World und Sparta noch
nie so angesagt war, und weil wesentlich mehr Wert auf Promo &
Marketing gelegt wird. Starallüren und alles was damit zu tun
hat, sind allerdings nicht die Sache der Band um Sänger Stephen
Brodsky, dafür geht man viel zu bodenständig zu Werke
und auch zu gemächlich, das Tempo ist fast durchgängig
gesetzt langsam, ähnlich wie bei den Schweden Last Days Of
April & Co. Wer Spaß an kleinen, geschickt inszenierten
Songs mit viel Gefühl hat, wird in Cave In seine Band gefunden
haben. Wertung 8/10.