Auch an dem neuen und vierten Wu-Tang Werk werden sich wieder die
Geister scheiden, objektiv betrachtet ist es aber das beste Album
des 10er Clans von der Ostküste seit "Enter The Wu-Tang:
36 Chambers". Nach dem Bombast von "The W" geht es
wieder einen Schritt back to the roots. Erdige Beats und reine Raparbeit
heisst das Konzept. Um einen befürchteten Schnellschuss handelt
es sich eindeutig nicht, obwohl nur 12 Monate seit dem letzten Album
vergangen sind. Probleme werden hier nur Leute haben, die einen
RZA Overkill haben. Der veröffentlichte auch vor nicht allzu
langer Zeit sein Werk "Digital Bullet" und Ähnlichkeiten
im Sound zu "Iron Flag" sind unüberhörbar, war
RZA doch auch hier für einen Großteil der Beats verantwortlich.
Das ist dann aber auch der einzige Kritikpunkt am neuen, 13 Tracks
starken, Wu Album. Der Clan überrollt uns mit einem wahrhaftigen
Feuerwerk an frischen, dicken Beats, flowenden Rhymes und einem
guten Schuss Musikalität in Form von Samples. Kurzum, dieses
Album ist weit entfernt von leichtem und oberflächigem HipHop
Gefiepse, und Lückenfüller gibt es auf "Iron Flag"
auch nicht. Dazu frischen die wenigen Features wie mit Flavor Flav
und Ron Isley das Werk unaufdringlich auf. Wu-Tang at it's best.
Wertung 9/10.