Die Single "This Isn't Maybe" hatte schon ordentlich gebombt, so
waren meine Erwartungen an das zweite Album von Dandy Waldeck, auf
dem sich noch 10 andere Tracks befinden, auch entsprechend hoch.
Im Gegensatz zur Single bewegen sich die Beats der meistens Songs
aber mehr im schleppenden und getragenen Bereich. Im Vordergrund
steht der weiche und vielschichtige Klangteppich, der den Hörer
umschliesst. Von da ausgehend entwickeln sich die Songs, die allesamt
sehr ausdrucksstark sind. Der Gesang wird dabei je nach Song wechselnd
von Joy Malcom oder Brian Amos performt. Schnell reisst einen das
Album so mit, tief in nächtliche und dichtverschlungene Welten,
zwischen Garten und Großstadt-Strassen. Waldeck gelingt es dabei
niemals auch nur ein Stück in Bedeutungslosigkeit abzurutschen,
jede Sekunde Musik auf diesem Album ergibt ihren Sinn. Dabei geht
es zwischendurch auch mal roher und lauter zu, wie bei "Cat People
Dub", ohne, dass der Song aus dem Konzept fallen würde. Selten habe
ich ein so rundes, stimmiges und geschlossenes Album gehört, das
einen dermaßen mitreisst und nicht mehr loslässt. Und mit "This
Isn't Maybe" wurde der perfekte Ausstieg gefunden. Wertung 9/10.