In Zeiten wo New Metal boomt und sich durch Kommerziellität auszeichnet,
neue Bands ohne Pause aus dem Erdboden sprießen und nur durch Soundspielereien
auf sich aufmerksam machen, in solchen Zeiten wirkt eine Band wie
Taproot mehr als erfrischend. Dabei backen Taproot keineswegs kleine
Brötchen, waren sie doch die Lieblingsband von Fred Durst und supporteten
die Deftones. Bei Taproot spielen jedoch das Image, Mediengehasche
und teure Vermarktung keine Rolle, Taproot verlassen sich auf ihre
Musik. Das heisst New Metal alter Schule, Ausdruck durch Songstrukturen
und nicht durch Effektwände. Ihr Debüt Album "Gift" ist deshalb
auch ein zeitloses, bodenständiges Werk geworden. 12 Songs die allesamt
solide sind und durch rauhe Energie glänzen, ähnlich wie in den
Anfangstagen der Deftones. "Gift" muss man sicher mehr Zeit schenken
um sich einzuhören, als manch anderem profillosen Werk diverser
erfolgreicher Kollegen. Dafür hat man auch länger Freue daran, bekommt
mehr Inhalte und auch ein echtes Highlight, das geniale "I". Wertung
7/10.