Speeka dürfte denjenigen ein Begriff sein, für die auch der Londoner
Scratch HipHop Club kein Fremdwort ist. Dessen DJ's Matt Smooth
und Rob Mac zeichnen sich für Speeka verantwortlich, wobei letzterer
für Bass, Gitarre und Keyboards gleichzeitig zuständig ist. Desweiteren
wurde die Crew durch Alison David, Schriftsteller Roger Robinson,
Randolf Metthews, Sängerin Valerie Perkins und Geigerin Lucy Wilkins
ergänzt. Entstanden ist dabei eine Mischung aus HipHop, Pop, TripHop
und Jazz, die sich aber durch den unverkennbaren Londoner Sound
auszeichnet. An jeder Stelle merkt man die Liebe zu den Details,
die Arrangement wirken sehr ausgereift und unterschiedliche Elemente
lassen unglaubliche Tiefen entstehen. Stets geht es ausgefeilt und
differenziert zu Werke. Aber "Bespoke" beweist auch, dass zu einem
guten Album auch immer zwei Seiten gehören, und die unterhaltende,
die Spannung erzeugende Seite fehlt hier einfach. So müht man sich
durch knapp 60 Minuten Musik, ohne wirkliche Höhepunkte erleben
zu dürfen. Und dadurch wird dieses Album zu einer sehr anstrengenden
Sache. Wertung 6/10.