Das Quartett Soliloquy aus Frankfurt beschreibt seinen Stil als
Punkpopmusic; das ist zu tief gegriffen. Auch wenn die Harmonien
auf dem in Eigenregie erstellten Debütalben teilweise zu sehr
an Liquido (Soliloquy haben diese auch schon live supported) erinnern,
hat die Band doch weitaus mehr zu bieten. Die einzige Ansage die
es zu "Quite Delicious" geben kann, lautet positiv ausgerichtet,
poppig. In diesem Rahmen bewegen sie sich mit einer überraschend
guten Produktion mit klarem, druckvollem Sound, zwischen Alternative-Rock,
Punkrock und Ska. Und genau das ist das Besondere an diesem Album,
der Hörer wird auf eine Reise mitgenommen. Dabei klingt kein
Song gleich oder halbherzig, die Band strotzt vor Spielfreude und
beherrscht jeden Stil sicher und eigenem Ausdruck. Dazu passt hervorragend
die durckvoll verbissene (positiv gemeint) Stimme von Sänger
Teja. Es gibt nur wenige so abwechslungsreiche Alben und so macht
es richtig Spass die Songs in der originalen Reihenfolge von Anfang
bis Schluss durchzuhören. Unter den 15 Tracks sind einige Songs
mit Hitpotenzial, und nicht nur deshalb sollte jeder ohne Scheuklappen
dieses Album bei sich aufnehmen. Wertung 7/10.