Auf einmal überall Seeed, "Dickes B" bei TV Total und die Band
auf der Kölner Domplatte als Vorband von REM (wegen der gleichen
Plattenfirma). Bei Seeed handelt es sich aber nicht um einen Schnellschuss
wie man jetzt denken könnte. Vor einem Jahr hat die Berliner Band
mit der Maxi "Tide is high" (auch auf dem Album) bereits einen hochkarätigen
Song veröffentlicht. "Dickes B" schreckt da eher ab, aber die anderen
der 12 Songs auf dem Debüt-Album beweisen wahre Klasse. Seeed beweisen
wie man Reggae, Dub und Dancehall auch auf Deutsch machen kann,
ohne peinlich zu sein. Frische Beats, eine gekonnte Instrumentierung
und meist englische Texte machen "New Dubby Conquerors" zu einer
Wohlfühl-Platte, die zum Glück auch keine anderen Ansprüche setzt.
Feurig, hitzig und knallig, so spritzt das Album auf den Hörer ein.
Damit sind Seeed einmalig, auf jeden Fall als deutsche Band. Als
Gast ist übrigens auch Denyo dabei. Wertung 7/10.