Saul
Williams - Amethyst Rock Star
Columbia / Sony Music VÖ: 26.02.01
Ein
Werk der besonderen Art erwartet uns von Saul Williams. Ein Mann
der schon vor diesem Solo-Debüt für viel Worte gesorgt hat. Denn
wer ihn schon kennt, wird wissen, dass er uns hier ein Spoken Word
HipHop Album mit vielen Einflüssen vorlegen wird. Und wer ihn noch
nicht kennt sollte wissen, dass er u.a. auf Veröffentlichungen der
Lyricist Lounge, dem Ninja Tunes Output "Black Whole Styles", und
zusammen mit KRS-One am Mic auf dem Soundtrack zu Slam vertreten
war. Auf 11 Songs seines Debüt-Albums beweist er uns jetzt nicht
nur seine textliche sondern auch musikalische Tiefe, die sein Album
sehr experimentell wirken lassen. Das beginnt schon sehr stark mit
dem aggressiven und für das Album ungewöhnlich schnellen Track "Lalala".
Insgesamt macht das Album aber einen ruhigen Eindruck, was sich
durch Songs wie "Tao Of Now" und das geniale "Wine" zeigt. Mit "Fearless"
schlägt er dagegen eher rockige Klänge an, und bei "Om Nia American"
wird er von Red Hot Chili Peppers Drummer Chad Smith und der Stimme
von Zak de la Rocha als Sample unterstützt. Daneben gibt es aber
auch noch wesentlich mehr auf diesem Album zu entdecken, und verschieden
Instrumente wie Geigen fügen sich perfekt ein und wirken nicht aufgesetzt.
Der ein oder andere nicht so überzeugende Song fällt da nicht so
schwer ins Gewicht. Diese Platte ist verdammt gut - kann aber nicht
als Hintergrund-Musik benutzt werden, sondern erfordert die konzentrierte
Aufmerksamkeit. Wertung 9/10.