Run DMC haben mit Sicherheit vor vielen, vielen Jahren den Weg
geebnet. Nur was kann man im 21. Jahrhundert noch von einer Band
erwarten, von der man lange nichts mehr gehört hat. "Crown Royal"
zeigt das sehr deutlich, ohne, dass man das Album gehört haben muss.
Denn es spricht schon für sich, wenn auf 12 Tracks nur ein einziger
ohne Feature ist. Eine Wiederkehr von Run DMC wäre schön gewesen,
aber dann doch bitte Run DMC pur. So hat man den Eindruck, sie würden
sich vor etwas verstecken. Wie soll man dieses Album bewerten, wenn
die Hälfte von anderen Künstlern beigesteuert würde. Geboten bekommt
man eine Mischung aus alten Break Nummer, High Society Rap und New-Metal.
So gibt sich die neue Rock Generation Amerikas die Ehre, Fred Durst,
Kid Rock, Everlast, Sugar Ray. Auf der anderen Seiten stehen Mobb
Deep, Fat Joe und Method Man. So hat zwar jeder Song seinen eigenen
Touch, bleibt aber von der Struktur her erschreckend gleich. Hier
kriegt man Fast Food Rap und nicht mehr. Schlecht ist das alles
freilich nicht, aber Run DMC ist es auch nicht. Wertung 5/10.