No Doubt - Rock Steady
Motor / Interscope VÖ: 10.12.2001
Wenn Bands komplett neue Wege gehen ist das an sich eine positive
Sache. Und Garbage haben erst letztens vorgemacht, wie man grandiose
Popsongs schreiben kann. Diesen Weg schlagen jetzt auch No Doubt
ein, scheitern aber. Denn das was No Doubt 1996 mit Songs wie "Don't
Speak" oder "Spiderwebs" abgeliefert hatten, hatte
schlicht und einfach mehr. Wichtig an einem Popalbum sind richtige
Ohrwürmer und Hits, aber genau diese hat "Rock Steady"
nicht. Das überrascht, holten sich No Doubt für ihr Album
doch Produzenten wie Sly & Robbie oder die Neptunes, die auch
für Reggae und Dancehall Feeling sorgen. Vielleicht gilt hier
auch das Sprichwort, viele Köche verderben den Brei. Schlecht
ist "Rock Steady" zwar noch lange nicht, aber mehr als
gute Ansätze findet man auf den 13 Tracks nicht und die rote
Linie fehlt. Songs wie "Hey Baby" kann man einen gewissen
Charme nicht absprechen, aber wenn ich diesen haben will höre
ich mir lieber Kylie Minogue an. So ist das Album nichts für
No Doubt Fans, sondern eher was für Freunde süsser Pop
Produktionen. Man fragt sich sowieso, wo der Rest der Band geblieben
ist, was man hört ist Gwen Stefanie. Wertung 5/10.