Nickelback - Silver Side Up
Roadrunner Records VÖ: 24.09.2001
Wir Europäer bekommen manchmal schon merkwürdige musikalische Ereignisse
vorgesetzt. Nur wenige Monate nach dem ersten Album "The State"
bekommen wir jetzt schon den Nachfolger vorgesetzt. Ob deshalb die
Nachfrage bei uns noch genauso hoch ist, wie in den Staaten, wo
das Album auf Platz 2 der Charts einstieg, im Heimatland Kanada
sogar auf 1, ist fraglich. Aber eins steht jetzt fest, Nickelback
sind Superstars und stehen den Kollegen von 3 Doors Down in nichts
mehr nach. Was ist nun neu, nicht viel. Insgesamt ist der Sound
von Nickelback aber eine Prise reifer geworden. Etwas härter und
düsterer sind die Songs, etwas kompakter das Album mit 10 Songs.
Das Problem bleibt dabei aber das alte, jeder Song klingt nach dem
anderen, Nickelback fahren ohne Pause die gleiche Schiene, und über
eine Albumlänge langweilt das. Da hilft auch der wirklich eindrucksvolle,
charismatische Gesang von Chad Kroeger nicht. Trotzdem gefällt mir
"Silver Side Up" irgendwie und auch besser als der Vorgänger, wahrscheinlich
weil die Songs etwas böser und negativer als bisher klingen. Aufregend
ist das Album deshalb aber noch nicht, aber für Fans des Genres
wohl wieder Pflicht. Wertung 6/10.