Rapper Cornell Haynes, Jr. alias Nelly schaffte es mit "Country
Grammar" direkt ganz hoch in die US-Charts, nämlich auf Platz Eins.
Das war im Sommer 2000 und mittlerweile schafft es Nelly auch nach
und nach hierzulande Fans zu erobern. Das Konzept des St. Louis
Bewohners ist dabei denkbar einfach und beschränkt sich auf mainstream-kompatible
Texte und straight produzierte Beats zwischen HipHop und R'n'B.
In Amerika kann man mit dieser Mischung alles reißen. Insgesamt
ergibt sich so ein sehr durchschnittliches HipHop Album, das einzig
von seinem Hit-Ohrwurmpotiental lebt. Aber gerade in diesem Genre
gibt es Leute die es besser machen, so LL Cool J. Auf der Single
"Country Grammar" schafft er es zwar geschickt, seine Raps in Symbiose
mit Dance-Appeal zu packen, mit den weiteren Songs bemerkt man aber
das sture Konzept. Viel an Ideen wird hier nicht gezeigt und mir
persönlich klingt der Sound auch zu elektronisch. Trotzdem schafft
es Nelly das Album insgesamt zu retten, und zumindest die R'n'B
Elemente gut zu verkaufen. Das reicht dann für ein durchschnittliches
Album, mit viel Swing und Dance Anteilen, das zumindest auf den
Tanzflächen gut geht, und wie man feststellt, auch in den Charts.
Wertung 5/10.