Mobb Deep - Infamy
Loud / Epic / Sony VÖ: 10.12.2001
Die Releaseflut ist mittlerweile unüberschaubar, aber doch
gibt es immer noch Crews, an deren Platten man nicht vorbeikommt.
So auch bei Mobb Deep, auch wenn das letzte Album "Murda Muzik"
nicht durch Innovationen glänzte. Gut, die grossen Zeiten von
Mobb Deep scheinen auch vorbei zu sein, die Akzente setzen heute
andere US Acts, aber erloschen ist der Mobb Deep Stern noch nicht.
So wird auch "Infamy" wieder Fans in aller Welt finden,
und das zurecht, insbesondere wenn man das Album unabhängig
von den früheren Releases hört (was natürlich schwer
fällt). Es geht stark los, sowohl "Pray For Me" mit
Lil' Mo als auch der klassische Mobb Depp Burner "Get Away"
überzeugen restlos. Bei "Bounce" heisst es dann aber
sich umzugewöhnen, straighter Beat und überraschend funky
und dancemässig in der Gesamtwirkung. Auch dieser Track überzeugt
noch in der Gesamtwirkung, das kann man dann aber nicht von allen
weiteren Songs behaupten, die bis zum R'n'B gehen. Fraglich, ob
Mobb Depp mit dem neuen Style nur den Weg zurück nach oben
und auf die Dancefloors suchen. Meistens schaffen es Mobb Deep sich
auf einem Song entweder durch geniale Rhymes von Prodigy (der früher
aber mehr davon hatte) oder durch deepe Productions von Havoc zu
retten, die Symbiose funktioniert dagegen seltener. Insgesamt ein
Album mit Stärken und Schwächen, das auf jeden Fall abwechslungsreich
ist. Wertung 7/10.