Jimmy
Eat World - Clarity (Rezension 2 - 9/10 Punkte)
Capitol Records / EMI VÖ: 29.01.01
Wirft
man einen Blick auf die Rückseite der Hülle, entdeckt man, daß diese
Platte bereits 1999 veröffentlicht wurde. Der Insider weiß natürlich
Bescheid und hat dieses Goldstück schon lange in seinem Regal stehen,
aber für alle Andren zur Erklärung: "Clarity" wurde bereits vor
zwei Jahren in den USA veröffentlicht, aber nie hierzulande. Somit
war das Album bisher nur über Import zu bekommen. Hört man sich
dann durch die 13 Titel, kann man gar nicht verstehen, warum etwas
von dieser musikalischen Qualität solange den meisten vorenthalten
wurde. Jeder Track für sich versprüht seinen eigenen Charme. Einerseits
frisch-fromm-fröhlich-frei gerockt ("Lucky Denver Mint"), um dann
im kurz darauf die Handbremse zu ziehen, und fast in einem Meer
der Melancholie zu versinken ("12.23.95."). Hier und da kommen auch
ein paar dezente Streicher oder ein Klavier mit zum Einsatz, die
den emotionalen Ergüssen zu noch mehr Tiefgang verhelfen. Während
im Internet schon seit längerem Demoversionen neuer Songs kursieren
und die Homepage verkündet, dass der Nachfolger bereits so gut wie
fertig ist, können sich alle, die bisher noch nicht im Besitz von
"Clarity" waren, über 64 Minuten wunderschöne Musik freuen. "How
long would it take me, to walk across the United States", singt
Sänger und Gitarrist Jim Adkins in "Blister. Na hoffentlich noch
lange, wenn dabei solche Songs rauskommen… Wertung 9/10 Punkte.