Jimmy
Eat World - Clarity (Rezension 1 - 7/10 Punkte)
Capitol Records / EMI VÖ: 29.01.01
Jimmy
Eat World sorgen derzeit für Furore und Lobeshymnen, und das mit
einem Album, das bereits ein Jahr alt ist, aber erst jetzt hier
veröffentlicht wird. Schon im Frühjahr soll das neue Album erscheinen.
Aber zurück zu "Clarity" und den vier Emo-Alternative Amerikanern
aus Mesa, Arizona. Zurück zu einem Album, das in der Alternative
Szene schon seit langem heiß erwartet wurde, gab es hier bislang
nur rare Vinyl-Importe und volle Konzerte, sowie Auftritte beim
Bizarre und der Popkomm. Bekannt sein vom Album dürften schon der
TV und Club Kracher "Lucky Denver Mint", der unbestreitbar mehr
als Hitpotential hat, und vielleicht auch "A Sunday", ein ruhigerer,
vorsichtig ausgedrückt braver, Song. Aber auch sonst finden sich
einige Perlen auf dem Longplayer, so das rockige "Your New Aesthetic".
Versuchen sich Jimmy Eat World aber noch rockiger geht das wie bei
"Crush" vergleichsweise in die Hose, während Stücke wie "12.23.95"
im Balladen-Stil die volle Stärke der 1994 gegründeten Band entfalten
und mit hintergründigen Sound-Spielereien aufwarten. Überhaupt kann
das Album durch seine sehr gute Produktion und den entsprechend
frischen Sound überzeugen. Das ändert aber letztendlich nichts daran,
dass sich neben zahlreichen Höhepunkten auch immer wieder Längen
einfinden, die das Werk dann doch nicht zu dem Meisterwerk des Jahres
werden lassen, was Einige meinen. Zu guter Letzt gibt es auch einige
Bands, die sich weniger bemühen, alternativ emo-corig zu klingen,
und es trotzdem im Gesamtbild besser rüberbringen, so die Schweden
Last Days Of April oder Eskobar. Wertung 7/10.