Anno 2000 sorgten Hosh mit ihrer Single "Marie" für Furore. Hoch
waren deshalb auch meine Erwartungen an das Debüt-Album des Quintetts.
Soundmässig gehen Hosh in die US-Alternative Ecke, 3 Doors Down,
Creed oder Nickelback mögen Vergleiche sein. Nun muss sich aber
beweisen was Hosh neben den Maxi-Songs "Marie" und "Killer Ants"
auf dem Album mit 12 Songs zu bieten haben. Den Anfang macht die
deutsche Band, die ebenfalls wie Gallery über das Internetlabel
Virtual Volume zu Erfolg kam, gut. Druckvoll und voller Dynamik
wallt "It's Not Your Fault" aus den Boxen. Im weiteren Verlauf werden
aber die eigenen Ideen der Band rar und man bedient sich kräftig
bei amerikanischen Elementen. Trotzdem schaffen es Hosh ihren eigenen
Charakter beizubehalten, was aber hauptsächlich durch die Stimme
des Sängers Jan Robitzky gelingt. Mit viel Energie und Charisma
strömt der Sound von Hosh dem Hörer entgegen, aber was auf einem
Song gelingt, gelingt nicht automatisch auf einem ganzen Album.
Und Songs, die hier herausstechen gibt es eben nur wenige. Trotzdem
müssen Hosh den Vergleich mit ihren amerikanischen Kollegen nicht
scheuen, die sind im Moment auch nicht kreativer. Wertung 6/10.