Guano
Apes - Dödel Up
Supersonic Records / Gun / BMG VÖ: 29.01.01
Etwas
überraschend kommt aus dem Hause Guano Apes eine neue Single aus
dem mittlerweile schon älteren Album "Don't give me names". Auch
mittlerweile sind die Göttinger zu den Lieblingen der deutschen
TV-Musik-Chart Gemeinschaft geworden, und entsprechend medien-wirksam
wird das neue Produkt auch im fetzigen, bunten Comic Style vermarktet.
Aber kümmern wir uns lieber um den Inhalt der CD. Der besteht aus
der angesprochenen Single "Dödel Up" die mit ziemlich funkigem Rhythmus
aufwartet, aber sicherlich nicht zu den besten Songs des Albums
zählt. Dazu wirkt alles etwas zu gekünstelt zusammengeschustert
und der Titel bleibt auch zwiespältig anzusehen. Aber zum Glück
wird ja hier noch mehr als die Single geboten. Denn mit "Cuts" und
"Candy Love" sind zwei neue Stücke dabei. Erster kann durch soliden
Guano Apes Style überzeugen, zweiter ist ganz ungewöhnlich geworden.
Oder habt ihr euch die Guano Apes schon mal auf Disco-Beat vorgestellt
- der Versuch ist aber aufgegangen, der Sound klingt erfreulich
frisch und für mich der beste und einzig lohnende Song dieser CD.
In Richtung HipHop geht der "Dödel Up" Remix von DJ Tomekk. Ist
zwar eine nette Bereicherung, der Beat ist Tomekk aus ganz nett
aus den Fingern gerutscht, aber wirklich aufregend klingt das Ergebnis
dann doch nicht. Wer jetzt noch weiter hören will bekommt als fünften
Track die Album Version von "Dödel Up" und für PC/MAC Nutzer stehen
die gewohnten Goodies in Form von Videos und 3D-Bildchen bereit.
Wertung 6/10.