Lange hatte man keine Band mehr, die schwerer einzuordnen war.
Die Gorillaz bewegen sich zwischen Brit-Pop, Dub, Electronic, HipHop,
Jamaica und Comics. Noch konfuser wird es wenn man sich die Besetzung
der Gorillaz anguckt. Da sind neben Damon Albarn (früher Blur) und
Jamie Hewlett (Comic-Zeichner von Tank Girl), Miho Hatori von der
New Yorker Band Cibo Matto und last but not least der kalifornische
Rapper Del Tha Funky Homosapiens dabei. Letzterer ist wohl unüberhörbar
auf der Single "Clint Eastwood". Eben so, wenn auch nicht so eingängig,
können die Gorillaz auf den 14 anderen Songs überzeugen. Das vielleicht
auch wegen der genialen Produktion von Dan "The Automator" Nakamura.
Und Kid Koala soll auch seine Finger im Spiel gehabt haben. Lange
habe ich kein Album mehr mit so vielen verschiedenen Elementen gehört,
die so perfekt zusammenpassen. Zwischen funky und rockig, das Quartett
schafft alles mit eigenem Charme umzusetzen. Pflicht für alle Freunde
experimentierfreudiger Musik ist diese Album garantiert. Endlich
mal was anderes. Wertung 8/10.