Seit 10 Jahren ist in Manchester eine Band gereift, beeinflusst
von U2, Jimi Hendrix, Bob Dylan und den Red Hot Chilli Peppers.
Oft stand mit großen Verträgen wie mit der EMI der Durchbruch kurz
bevor, aber immer platzten diese Deals. Dann arbeiteten sie sich
mit zwei EP's nach Oben um jetzt ein begnadetes Debüt-Album vorzulegen.
Englische Musik, vielleicht im Stile von Radiohead, ruhig, geladen,
melancholisch und verhalten. Große, unterschwellige Melodien werden
hier in den Hörer infiltriert, der darauf gefesselt und gebannt
dem Fluss der 10 Songs folgt. Ohne viel Lärm um Nichts schafft es
das Quintett Spannung zu erzeugen und verzerrte Gitarren werden
nur dezent eingesetzt. Elbow schaffen einen gekonnten Querschnitt
zwischen Pessimismus, Verzweiflung, Gefühlen und Hoffnung, ohne
dabei in Pathos zu verfallen. Und gerade deshalb ist "Asleep in
the back" so fürchterlich schön. Wertung 9/10.