Vom Rocker zum Schmalzkönig. Als er früher mit den Dire
Straits unterwegs war, ist vieles noch anders gewesen. Heute versucht
er sich als Liebling gealterter Hausfrauen. Nach mehrjähriger
Arbeit veröffentlicht er jetzt sein Debütalbum, für
das er sich Musiker-Größen wie Alan Clark, Chris White,
Phil Palmer, Hutch Hutchinson und Chris Rea in das Studio geholt
hat. Das trägt dazu bei, dass sein Album zwar musikalisch völlig
einwandfrei ist, aber auch genau so belanglos. "Wishbones"
klingt daher auch wie der Soundtrack zum Afterwork Lounging in der
Luxusbar oder zum In-die-Wolken-Starren auf dem Landsitz. Große
Gefühle und mächtige Balladen wie "Arcadie"
bietet das Werk gewiss. Ob ihr das jetzt positiv oder negativ auffasst,
hängt von eurem Standpunkt ab. Ich bleibe in der Mitte. Wertung
5/10.