Die letzten beiden Creed Alben waren wahnsinnig erfolgreich - aber
gut? Zumindest trafen sie nicht meinen Geschmack. Um so grösser
ist die Überraschung bei "Weathered", vor allem am
Anfang. Creed ziehen das Tempo an und schleudern einem harte Metal
Riffs um die Ohren. Da das einigen Fans auf Dauer aber zuviel würde,
sind die balladesken Elemente bei Creed auch nicht verloren gegangen.
Und so zieht der dritte Track "Who's got my back" wieder
durch Traumwelten. Insgesamt erinnert "Weathered" wieder
stark an andere US Kollegen wie Nickelback, Creed schaffen es aber
trotzdem, ihr eigenen Style auszudrücken. Balladen wie "Signs"
fröhnen dem Mainstream, sind aber doch besser als das Meiste
dessen. Creed haben bei ihrem Hang zum Kitsch doch nicht ihr Gefühl
für Klasse vergessen. Musikalisch ist "Weathered"
anspruchsvoll geworden, textlich dominiert nach wie vor der Hang
zum Pathos, der aber zum Glück nicht zu stark ausgeprägt
ist. Letztendlich werden Creed ihre alten Fans wieder überzeugen,
und einige neue hinzugewinnen. Wertung 7/10.