Butterfly Jones - Napalm Springs
Vanguard Records / Zyx VÖ: 10.09.2001
Sollte ein Preis für das most stylish Album vergeben werden, so
hätte "Napalm Springs", das Debütalbum von Butterfly Jones, gute
Karten. Gegründet wurde die Band von Michael Gurley und Phil Leavitt
vom LA Rocktrio dada, sie bilden den Kern um den jede Menge Gäste
versammelt sind. Auf 14 Songs bieten uns Butterfly Jones stark psychedelisch
sanften Rock, angehaucht mit Britpop Melodien und einer Prise Rock'n`Roll.
Klingt nicht besonders aufregend, ist es aber. Nicht nur die Single
"Anywhere But Now" reisst mit seiner Hookline mit, auch die anderen
Songs sind stets aus einem perfekt arrangierten, verschachteltem
Gerüst und einem einprägenden Refrain aufgebaut. Butterfly Jones
gehen so den perfekten Mittelweg zwischen Ernsthaftigkeit, Anspruch
und Spass. Damit haben sie zwar nichts neu erfunden, setzen dieses
Konzept aber mit bestechender Konsequenz um. Erfrischend dabei wirkt
auch gerade das Mitwirken der zahlreichen Gastmusiker, auf "Alright"
so z.B. Surfweltmeister Kelly Slater mit Background Vocals. Dabei
ist der Band auch die Zynik und der Humor nicht abhanden gegangen,
wie bei "Sunshine And Ecstasy". Dass das Album von Scott Gordon
(Alanis Morissette, Aerosmith) produziert wurde, ist dann und schließlich
eigentlich egal. Wertung 8/10.