Das letzte Album der Aphrodelics war bei uns zumindest kommerziell
ein Flop. Mit "Enormis" dürften die Wiener jetzt aber nicht nur
musikalisch zusätzlich punkten. Selten hat man einen so atmosphärisch
dichten Sound aus Europa gehört, der sich kaum von den Staaten unterscheiden
lässt. Dazu haben sich Shadee, Shegun, Clumzy und Rodney auch neue
Freiheiten herausgenommen, so sind verstärkt elektronische Musikanteile
aus der Wiener Szene dabei. Insgesamt kann man das Album als sehr
funky und kräftig pumpend beschreiben, dafür steht nicht nur die
Single "The Anthem". Mit den Gästen auf "Enormis" stellen die Aphrodelics
auch ihren internationalen Einfluss unter Beweis, Masta Ace aus
New York, ihrem Zweitwohnsitz, Jane Doe, Curse, Spezializtz und
Patrice. Somit ist den Aphrodelics ein wirklich gutes und kompaktes
Album gelungen, das in erster Linie durch seine Beats, elektronischen
Sounds und pumpenden Basslines überzeugt. Wertung 8/10.