Amstrong - Hot Water Music
Clearspot VÖ: 08.06.2001
Amstrong sind eigentlich eine typische dänische Band und zwingt
mich jetzt nicht dazu das zu erklären. Mit "Hot Water Music" liefern
sie ihr zweites Album ab, dieses löst sich aus der zuvor beschrittenen
TripHop und Elektronik Ecke und enthält zahlreiche analoge Elemente,
so wurden Gitarre und Bass live im Studio eingespielt. Trotzdem
bleibt das Quintett sound- und songwritingmässig sehr beatlastig
und die Instrumente geben dem Gerüst, dass auch durch die vielschichtige
Stimme von Marie-Louise Munck getragen wird, nur die richtige Würze.
Das Tempo bleibt durchgängig eher schleppend und getragen, wenige
Ausnahmen entstehen durch Songs wie "Everyone Is A Poet These Days",
der mehr auf Gitarrenarbeit setzt. Bis dahin stimmt auch alles an
dem Album, die Arrangements klingen stimmig, die Samples gut gewählt
und die ganzen Soundelemente passen gut zusammen. Wirklich fesseln
kann "Hot Water Music" aber dennoch nicht, denn ein guter Sound
ergibt noch keinen guten Song. In sich geschlossene und perfekt
geschriebene Tracks vermisst man hier etwas, weshalb auch das Album
insgesamt etwas unschlüssig darsteht. Abgesehen davon haben Amstrong
hier aber wieder ein empfehlenswertes Stück elektronische Musik
vorgelegt, eben typisch dänisch. Oder auch nicht. Wertung 7/10.