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Infos Westend Sommer Dortmund 1 News


12.08.00
Dortmund
Dynamite Deluxe
Ferris MC
Creutzfeldt & Jakob
Too Strong
ABS

Ein weiteren Livebericht zum Westend Sommer gibt es hier

 

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Es waren nicht Dynamit Deluxe und Ferris MC, die mich auf das Westend Sommer Festival am 12ten 8ten in Dortmund lockten, sondern eher ABS, Creutzfeld & Jacob und Too Strong.

Als Location hatte man die Tremoniawiese gewählt, wo ja schon so der eine oder andere dicke Event gestiegen ist. Neben der recht kleinen Bühne gab es noch die "gute alte" Titus Miniramp, einige Bierbuden und Imbissläden auf dem eher kleinen Gelände. Das Wetter spielte mit und so kamen bei für diesen Sommer ungewohnt sommerlichen Temperaturen alle auf ihre Kosten.

Den Anfang machte ABS. Mr. Ercan und Steve Austin lieferten eine 1a Show. Performt wurde Mathematik, Klarkomm, Focus, 0815, Schlagzeilen, ABSeits und zwei Lieder Ihrer neuen Platte, die demnächst zu haben sein dürfte. Sie verstanden es das Publikum mit in ihre Show einzubeziehen und meiner Meinung war dies die beste Gruppe des ganzen Tages. DJ Salicious machte durch seine Remixes auf sich aufmerksam (kein Track wurde mit den Platteninstrumentals gespielt) und muss sich echt vor niemandem verstecken. Wow. Zwischendurch kam dann auch mal "Bülent" zum Zug und präsentierte sein "Command & Conquer" - Ein recht guter Track, der aber beim Publikum nicht besonders gut ankam. Ich fand seinen Style und Flow recht gewöhnungsbedürftig, aber interessant und innovativ.

Danach kam dann Creutzfeld & Jacob. Stylewalker, der schon sichtlich unter dem Einfluss grüner Kräuter stand, sorgte mit Wasserflaschen für Abkühlung und begann einen spontanen Fresstyle, der mich überzeugte. Das war`s dann aber auch schon. Von der Stimmung her kamen sie meiner Meinung nach nicht an ABS ran. Gespielt wurde Partner, ein Remix vom Plattenpapzt "Bis dein Arsch brennt ..." - Track und ein absolut genialer Remix von "Bist du gut" (Dike: Pottpüree).

Nach einer grösseren Pause traten Brooke Russell und Sammy Deluxe auf. Sammy`s Funktion war eher, den Mob in Schach zu halten und für Brooke`s eher funkige Musik zu begeistern, was nicht wirklich gelang. Die Intelligenzbestien mit Englisch LK brachten Sammy mit ihrem "Bitch" und "Motherfucker" Gerufe ziemlich auf die Palme, was er dann auch recht deutlich sagte. Nach 30 Minuten war dann auch erstmal Ende. Brooke verschwand wieder und auch Sammy zog von danen ohne einen einzigen Rap geliefert zu haben. Schon mal was davon gehört, dass man mit einem dicken Namen unbekannte Sachen pushen kann?! Was soll`s - ich fand`s mal interessant eine etwas andere Musikrichtung zu hören.

Dann war erst mal für längere Zeit Pause. Nach einiger Zeit kletterte dann ein Mann auf die Bühne, der eine besondere Liebe zum De la Soul Track "Ohhh" empfand. In 20 Minuten wurde immer wieder auf dieser Platte rumgekratzt und mir hing das "your party dreams have not been fullfiled yet" nach einiger Zeit aus dem Hals. Nun ja. Wie sich herausstellte handelte es um DJ Sleepwalker, der Mann an der Seite von Mister Schnabel. Das war auch der nächste Act. Um es kurz zu machen: Ich bin absolut kein Schnabel Fan. Die Crowd sah das mal wieder anders und ging bei fast jedem Lied derb ab. Musik ist halt doch auch Geschmacksache.

Danach kamen Too Strong und machten ihrem Namen alle Ehre. Nach Rabenschwarze Nacht im Empire Remix wurde lauthals verkündet, dass nur die Ruhrpott Rapper wirklich aus dem Herzen rappen würden, was natürlich beim Dortmunder Publikum gut ankam. Ihr Auftritt glich einem Feuerwerk. Das Publikum tobte, 12 jährige rappten die Texte mit, Too Strong gab alles und auch der Spass kam nicht zu spät. Ihre Playlist hab ich nicht mehr ganz im Kopf aber an Burner wie Krank und die 3 von der Funkstelle kann ich mich noch gut erinnern. Danach gab es dann noch einen Ruhrpott Kolabo Track mit ABS, Bühlen, Pahel (RAG) und einer Auslese aus Creutzfeld & Jacob. (Stylewalker hatte wie schon angedeutet leichte Koordinationsproblem und lag wohl irgendwo anderweitig beschäftigt rum *g*) Der Track dauerte so gut an die 10 Minuten und hin und wieder konnte man wieder Fragmente aus einzelnen Tracks erkennen. Ein absolutes Highlight und Funky Chris stellte seine Klasse einmal mehr unter Beweis.

Dynamite und Ferris (bzw. die meisten Hamburger Sachen) sind nicht so mein Fall und so trat man dann die Heimreise an. Ein cooles Event, dass auch von der Organisation und den Preisen im grünen Bereich liegt.

 


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